Drucken

Ein kurze Geschichte des "Angkor Wat" in Berlin

Es war eine mutige Idee, ein kambodschanisches Restaurant in Deutschland zu eröffnen. Das Land Kambodscha war bis vor kurzem weder ein Ziel für Fernreisende noch ein Inbegriff für kulinarische Spezialitäten. Dennoch, sollte es jemals gelingen, Liebhaber der kambodschanischen Küche zu gewinnen, dann wäre Berlin der geeignete Standort dafür. Das dachten sich vor 25 Jahren auch die beiden Kambodschaner Arifin und Dany. Die deutsche Metropole hat das "Angkor Wat" mit offenen Armen empfangen und schnell fand sich ein fester Kreis von Stammkunden, der sich nicht nur auf die relativ kleine kambodschanische Gemeinde in Berlin erstreckt. In der Zwischenzeit ist das Restaurant vom einstigen Standort in Charlottenburg nach Tiergarten umgezogen und hat in der Nähe des Schlosses Bellevue seine zweite Heimat gefunden. Die Paulstrasse liegt zwar etwas Abseits von Kurfürstendamm und Alexanderplatz, aber die Genießer der kambodschanischen Spezialitäten stört das nicht. Mit ca. 80 Sitzplätzen bietet das Lokal genügend Raum für kleinere und größere Feierlichkeiten, ist aber durch die nischenhafte Aufteilung der zwei Gästeräume immer gemütlich genug, um auch Paaren und 3 bis 4 Personen eine gesellige Atmosphäre zu bieten. Seit fast einem Jahrzehnt ist Dany Hok Alleininhaber des "Angkor Wat" während sich Arifin eine neue Existenz in seiner alten Heimat aufgebaut hat, gleichzeitig dem Restaurant in Berlin aber noch stets eng verbunden geblieben ist.

Michael Scholten, freier Journalist und Asien-Kenner, hat die bewegende Lebensgeschichte von Dany Hok für das Internetportal "getidan" aufgeschrieben.
Der Beitrag "Eine Kindheit unter den Roten Khmer" kann hier nachgelesen werden.